Kranke Rennmäuse gesund pflegen

Dieser Beitrag ersetzt keinen Tierarztbesuch, die genannten Maßnahmen dienen als zusätzliche Unterstützung während einer tierärztlichen Behandlung.

Ernährung:

Wenn die Maus nicht selbständig oder zu wenig frisst oder ein zu niedriges Gewicht hat, kann sie (zusätzlich) mit hochkalorischen Brei ernährt werden. Dazu eignet sich zum Beispiel Obstbrei aus der Babyabteilung, der mit gemörserten Haferflocken und Nüssen gemischt wird. Aufgrund des hohen Futtergehalts sollte der Brei nicht langfristig gefüttert werden.

Medikamenten Gabe:

Um Schmerzmittel, Antibiotikum und andere Medikamente schmackhaft zu machen, gibt es einige Tricks, um sie der Maus nicht zwanghaft einflössen zu müssen.
In die Medikamente kann z.B. Obstbrei, Banane, oder etwas anderes leckeres gemischt werden, um es der Maus schmackhaft zu machen. Mäuse die eine längere Zeit Medikamente einnehmen müssen, werden oft wählerisch, was die Medikamentenmischung betrifft. Darum ist es sinnvoll, nicht immer das gleiche unter die Medikamente zu mischen.
Nimmt die Maus den Medikamentenbrei nicht an, kann versucht werden das Medikament in einen getrockneten Mehlwurm zu spritzen.

Spezialtrick: Die Maus mit einer Kokosnuss (oder anderem kleinen Versteck mit nur einer Öffnung) aus dem Gehege nehmen und immer wieder die Spritze vor die Nase halten und die Maus dabei nicht aus der Kokosnuss lassen. Die meisten Mäuse fangen nach wenigen Sekunden schon an, aus Frust in die Spritze zu beißen. Das Medikament kann so verabreicht werden. Ein Vorteil an dieser Methode ist, dass sie meistens langfristig klappt. Oft klappt es sogar besser, umso öfter es gemacht wird. Die Mäuse lernen, dass sie sofort wieder ins Gehege dürfen, sobald sie das Medikament aus der Spritze genommen haben.

Wenn die Rennmaus die Medikamente auch mit den oben genannten Tipps nicht freiwillig nimmt, bleibt leider nichts anderes übrig, als sie der Maus einzuflößen. Vor allem am Anfang kann das eine Herausforderung darstellen. Zur Medikamentengabe wird die Maus mit einer Hand fixiert, während mit der anderen Hand das Medikament direkt in das Maul gegeben wird. Die Maus sollte dabei auf keinen Fall waagrecht gehalten werden (Verschluckungsgefahr).

Um die Medikamentengabe so stressfrei wie möglich zu machen, sollte ein langes Einfangen der Maus vermieden werden. In der Zeit, in der die Rennmaus regelmäßig Medikamente nehmen muss, ist es oft sinnvoll sie in ein kleineres Gehege zu setzten. Das spart langes einfangen und somit Stress. 

Unterkunft und Partner:

Bei Mäusen, die Probleme mit der Fortbewegung haben ist es sinnvoll, sie in ein kleineres Gehege zu setzen, oder einen Teil des Geheges abzutrennen. So verläuft sich die Maus nicht und es kann nicht passieren, dass sie das Futter, oder Wasser nicht findet.
Bei Mäusen mit Gleichgewichtsproblemen ist es wichtig, dass das Gehege sicher eingerichtet ist und keine Absturzgefahr besteht.
Bei Mäusen mit offenen Wunden, sollte kein Einstreu verwendet werden, damit die Wunden nicht verunreinigt werden. Statt der normalen Einstreu kann Safe Bed Einstreu (geruchslos) verwendet werden oder ganz einfach Klopapier (geruchslos). Eine kranke Maus sollte nicht von der Partnermaus getrennt werden, solange die Mäuse friedlich sind und kein Streit entsteht. Die Partnermaus kann der kranken Maus viel Sicherheit geben.

Wärmequelle:

Damit die kranke Maus sich wohlfühlt und nicht auskühlt, kann eine Wärmequelle wie z.B. ein Snuggle Safe, ein Heizstein oder eine Wärmelampe angeboten werden.
Bei Mäusen, die sich nicht selbständig fortbewegen können, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Maus nicht überhitzt.

 

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Beitrag erstellt von Sophie | Veröffentlicht: 27.01.2021 | Aktualisiert: 04.03.2023 | |🔔 | Kommentare:0

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